Pfad Heimische Gehölze in Pfullingen

Bäume

Was wäre, wenn der menschliche Einfluss auf die Pflanzenwelt plötzlich aufhörte? Diese potenzielle natürliche Vegetation, die sich dann einstellen würde, steht im ökologischen Gleichgewicht mit ihrem Standort. Dazu gehören nicht nur die von Natur aus vorhandenen Geländefaktoren, sondern auch solche nicht mehr rückgängig zu machenden Eigenschaften, die auf unsere menschliche Einflussnahme zurückgehen.

Jeder Standort hat seine eigene potenzielle natürliche Vegetation. Hier, an den Nordhängen des Pfullinger Albanstiegs, würde sich ein Waldmeister-Buchenwald einstellen. Alles würde sich wieder zu Wald entwickeln. Auf dem wasserdurchlässigen kalkreichen Untergrund sind Trauben-Eiche und Stiel-Eiche die wichtigsten Begleiter der Rotbuche. Hainbuche, Esche, Feld-Ahorn, Vogelkirsche, Schlehe, Hasel, Weißdorn, Hartriegel, Schneeball, Liguster u. a. sind weitere wichtige Begleiter.

Landschaft beginnt nicht erst am Stadtrand. Bäume und Sträucher sind wichtige Lebensraum-Verbundglieder. Unsere heimischen Gehölze übernehmen dabei besonders wichtige Aufgaben. Ihr Geäst sind Brutstätten, ihre Blüten und Früchte Nahrungsquellen für die heimische Tierwelt. Sie sind ein bedeutendes Glied in der Kette des Nahrungshaushalts.

Die große Blattmasse filtert Staub und sonstige Schadstoffe aus der Luft, dient dem Temperaturausgleich durch Verdunstung und bietet Lärmschutz.
Bäume verschönern das Stadtbild und steigern die Wohn- und Freizeitqualität. Sie sind heutzutage ein wichtiger Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt.

zurück weiter


Tafel Bäume

Der Pfad wurde im Dezember 2001 eröffnet.

Waltraud Pustal
Freie Landschaftsarchitektin
BVDL/SRL/IngK BW
Lehrbeauftragte an der Hochschule für
Wirtschaft und Umwelt Nürtingen und
an der Hochschule für Technik Stuttgart
Landschaftsarchitekten-Biologen-Stadtplaner