Naturverträgliche Regenwasserbewirtschaftung
|
Der andere Umgang mit Regenwasser Rechtliche Grundlagen Ziele und Möglichkeiten
|
Projektbeispiel: Die Gemeinde Pliezhausen beabsichtigte mit der Aufstellung des Bebauungsplans und der Erschließung des Wohngebietes "Baumsatz III" neue Wege zu gehen. Damit sollte auf vergangene Entwicklungen reagiert und künftige sollten gesteuert werden. Mit einem neuen Konzept sollte gesellschaftlichen Veränderungen im Bereich Familie, Mobilität und Arbeitswelt Rechnung getragen werden. Es sollten flexibles, kostengünstiges Bauen, kleine Grundstücke sowie Generationenwohnen in einem entsprechenden Mix ermöglicht werden. Ökologischen Anforderungen soll im Bereich Energie, Niederschlagswasser in Verbindung mit naturnaher Durchgrünung und ÖPNV Rechnung getragen werden. Mit der Erarbeitung des Grünordnungsplans wurde das Büro Waltraud Pustal 1999 beauftragt. Die Idee einer naturnahen Ausbildung der öffentlichen Grünanlagen konnte in vorbildlicher Weise umgesetzt werden und wurde von Herrn Bürgermeister Brucker und dem Gemeinderat zu jedem Zeitpunkt mitgetragen. Zentrale Idee ist die Grünachse, welche die bestehende Siedlung vom Neubaugebiet trennt. Die Grünzone ist nur für Fußgänger und Radfahrer zugänglich. Markant sind die bestehenden Gehölze, die erhalten werden konnten und dem Gebiet dadurch eine heimatliche Note geben. Über Rasenmulden wird der im Gebiet anfallende Regenwasserabfluss vier Rückhaltemulden zur Versickerung zugeleitet, die sich in einer Abfolge innerhalb des Grünzugs befinden und diesem einen besonderen Charakter geben. |
|
|
|
"Baumsatz III" in Pliezhausen: In der Bildabfolge ist die Entstehungsgeschichte der Rückhaltemulden nachvollziehbar. | |
|
Waltraud Pustal |
|
|
